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wieso hast du noch keinen Steckbrief? :(... texasholdem,2008.06.14, 19:32

oh wow,

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liebe jenny

seit deiner letzten story sind einige wo... marieblue,2008.06.08, 17:02

hallo Jenny

schön dass du mal wieder hier bist... flower,2008.05.20, 11:30

hallo jennifer

schade, dass es das letzte mal nicht gek... birgit68,2008.05.20, 09:36

Guten morgen Jenny! ;-)))...

Hast Lust auf ein "Blausternfrühst&... wasserfee,2008.05.20, 09:19

wir haben

uns wirklich alle auf dich gefreut, woll... flower,2008.05.12, 23:22

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Montag, 05.05.2008, 11:44
... überstanden ....

Wo ist die Zeit, wo ich mich über jeden freien Tag gefreut habe, wo ich mich die Zeit auf meinen Partner, auf meine Hunde gefreut habe. Auf die Gartenarbeit, auf mein "Zuhause" ....

Von einem Moment auf den anderen, alles vorbei ...

Jetzt bekomme ich am Donnerstag schon Beklemmungszustände, wenn ich nur an den Samstag denke und wenn dann noch ein langes Wochenende vor der Tür steht, finde ich mich meist auf der Toilette wieder, verfalle in Panik und in die reinste Verzweiflung.

Dieses Wochenende sollte es anders sein, ich will nicht mehr diese körperlichen Schmerzen fühlen, will endlich wieder ein wenig leben, will endlich in den Garten gehen und endlich meinen Rasen mähen, will endlich mein Auto waschen und und und ... und am Abend, da werde ich ausgehen, mich wieder ins Nachtleben stürzen, aus basta ...

Ein kurzer Blick in den Spiegel .. oh Mann wer sieht mir da entgegen??? 10 kg abgenommen, das hinterlässt Spuren, aus einigen Fältchen sind Falten geworden, traurige, leere Augen blicken mich da an, eingefallene Wangen. Ok das bringen wir hin Mädchen, langes korrektes Makeup, Gott sei Dank gibt es Concleaner, die auf diese Falten helle Schatten werfen und nicht mehr so tief aussehen lassen. Lange Zeit vor dem Spiegel und letzter Blick in den Spiegel ... Endergebnis? Wow bist du dünn geworden, aber naja Mädchen, so kannst du wieder unter die Menschen.

Ab ins Auto und Fahrt in die Innenstadt ... und auf einmal die Frage, hei, wo gehst du denn jetzt eigentlich hin. Ah mein Stammlokal, nein ... moment das war UNSER Stammlokal, da kann ich nicht hin, da ist sie wieder die Angst davor, IHN zu treffen. Ok ok da muss es doch Lokale geben, wo ich weiss, dass er dort nicht anzutreffen ist. Ja natürlich, da gehe ich hin... Und jetzt sitze ich an der Bar, alleine, mit meinem Getränk, jeder sieht mich an, eh klar, nicht mehr unbedingt die Jüngste und dann alleine an der Bar. Zerbrechlich, mit traurigen Augen und alleine sitze ich da. Höre der Musik zu, rauche meine Zigaretten und da ist sie wieder, die Verzweiflung, die Frage, was mache ich denn da eigentlich, noch ein Drink bestellt, vielleicht hilft mir der. Nein der hilft auch nicht. Ich muss da raus, ich muss da raus ... Panik überkommt mich ... raus ...

Ich laufe zu meinem Auto, nur heim, nur heim ...
dann fahre ich an meinem, an unserem Stammlokal vorbei. Soll ich jetzt blinken oder nicht? Nein ich habe Angst, ich KANN ihn nicht sehen ... und doch blinke ich, parke mein Auto, setze meine Maske auf (immer nur lächeln) und betrete das Lokal. Ich habe Herzklopfen, meine Knie zittern ... mit hocherhobenem Kopf gehe ich weiter. Ich treffe Bekannte, wir grüßen uns, aber ich sehe auch den mitleidigen Blick, sehe das Getuschel, NEIN jetzt läufst du nicht mehr davon!!! Ich gehe weiter, stelle mich wieder an die Bar und bestelle einen weiteren Drink. Eigentlich hast du schon viel zu viel getrunken, ich trinke normalerweise keinen Alkohol, aber ich merke, wie der Alkohol betäubt. Hei ich höre auf einmal die Musik, die mich in Bewegung versetzt und noch ein Drink, ist doch eh schon egal und ich hebe meinen Blick und da steht er, der beste Freund meines Ex, sieht mich entzetzt an ... oh mein Gott, was ist mit dir passiert, seine Frage. Wie zerbrechlich du bist!! Sehe sein Mitleid in den Augen und ich kämpfe mit den Tränen. Nur nicht weinen!!! Ja nicht weinen!! Danke mir geht es gut, sage ich, danke mir geht es gut!!! Er sieht mich an, und sagte, ich stelle dir nochmal die Frage, wie geht es dir? Aber nein, du brauchst mir keine Antwort zu geben, ich sehe es ... Aber ich kann dir nur sagen, deinem Ex geht es auch nicht gut! So jetzt war es geschafft ... die Tränen liefen mir über die Wangen, ich konnte mich nicht mehr beherrschen. Ich hörte mich sagen, das ist mir egal sei wie es ihm geht, ich will es NICHT hören!!!

Doch im Innersten ... es geht ihm auch nicht gut, er verspürt auch Schmerz ... HURRA ... er spürt auch, wie es sich anfühlt, Schmerzen zu empfinden. HURRA ...
Doch gleichzeitig ... eigentlich kein Triumpfgefühl ... was solls, das alles kann das Schreckliche, das in den letzten Wochen passiert ist, nicht mehr rückgängig machen. Es lässt nichts mehr ungeschehen machen! Gleichzeitig fallen mir die Zeilen ein, die ich unlängst irgendwo im Net gefunden habe ...

ich wünsche mir, alles ungeschehen machen zu können,
ich wünsche mir, dich noch einmal spüren zu können,
ich wünsche mir, noch einmal deine Stimme hören zu können,
ich wünsche mir, die Zeit noch mal zurückdrehen zu können und noch mal ganz von vorne anfangen zu können

aber ich wünsche mir auch, dich nie mehr sehen zu müssen ....

so ist das Mädchen, es berührt dich nicht, wenn du erfährst, dass es ihm nicht gut geht. Er ist gegangen mit seiner angeblichen Liebe zu Dir und du hast das zu akzeptieren, das ist jetzt dein Weg.

Und wieder steht ein neuer Drink vor mir und der Alkohol tut seine Pflicht, meine Gedanken hören auf zu kreisen, ich höre nur mehr die Musik, gehe auf die Tanzfläche, lasse mich von dem Beat mitreißen. Ein Blick auf die Uhr, oh Mann 5 Uhr früh, aus .... ich will nach Hause ...
weiß nur zu genau, dass ich eigentlich nicht mehr fahren sollte, aber ich muss, morgen bekomme ich Besuch.

Also Fahrt nach Hause, ich starte und meine CD läuft, und wieder sind sie da die Gedanken an IHN. Und dann sehe ich, sein Auto steht nicht vor seiner neuen Wohnung. Für alle, die es nicht wissen, mein Ex hat sich genau 300 m von mir zu Hause seine neue Wohnung gesucht. Also ich muss jeden Tag da vorbeifahren und MUSS sehen, ob sein Auto dasteht oder nicht. Jeden Tag dieser Stich ins Herz, unbeschreiblich. Er hätte überall hinziehen können, nein, in meinem kleinen Dorf bleibt er, wo er genau weiß, dass ich jeden Tag da vorbei muss.

Und ich kann mich nicht dagegen wehren, ich spüre wie ich wieder in dieses große schwarze Loch falle. Ah es geht ihm nicht gut?? Aber er ist nicht zu Hause, also wo ist er, doch nur bei einer Neuen. Verzweiflung, Schmerz, Tränen ...
Nein so nicht Mädchen, hör endlich auf ... das geht dich nichts mehr an ... das hat nicht mehr wehzutun ... das ist sein neues Leben, dass er so gewollt hat.
Ankunft zu Hause und der Alkohol hat jetzt endgültig seine Pflicht getan. Ich bin tot, total ... lege mich auf die Couch (ich kann noch immer nicht das Schlafzimmer betreten, noch immer hängt sein Geruch in diesem Raum) und schlafe sofort ein.

Sonntag, ein neuer Tag ... ich bin total fertig, viel zu viel Alkohol, bin das nicht gewöhnt ... totale Kreislaufprobleme ... geschieht mir vollkommen Recht ... die 10 kg weniger können diese Mengen an Alkohol gar nicht mehr richtig verarbeiten.

Besuch kommt ... oh Mann ich kämpfe ... lächeln, bewirten und hoffentlich geht der Besuch bald wieder ...
Hurra nach dem 3. Kaffee bricht der Besuch wirklich auf, Gott sei Dank ... endlich Ruhe, endlich hinlegen, meine Alkoholsünde abbüssen.

Handy läutet, ein gemeinsamer Freund, den ich auch im Lokal getroffen habe ... wieso ruft der mich an? Die Neugier siegt, ich hebe ab ... 2 Stunden lang telefonieren ... Fragen über Fragen, die da gestellt werden, Unverständnis über das Erzählte, Mitleid, Zuspruch und alles wird wieder gut, das höre ich ... und doch spüre ich, wie die Verzweiflung wieder hochkommt, alles Erlebte kommt wieder hoch, ich muss erzählen, nein ich will nicht mehr erzählen ... ich will endlich vergessen ... ich beende das Gespräch ...

Handy läutet wieder ... ein anderer gemeinsamer Freund ... hei was ist da los? Warum ruft der jetzt an?? Die Neugier siegt, ich hebe wieder ab ... selbes Prozedere ... Fragen über Fragen, warum, so ein A.... wie kann er sich so verhalten, du bist so eine warmherzige, wundervolle Frau, wie kann man nur .... und und und .... ich will das nicht mehr hören!!!! Das Loch wird immer größer und tiefer ... ich falle ... niemand ist da, der mich auffängt ... ICH WILL NICHT MEHR REDEN .... ihr habt es geschafft, ich versinke wieder ....

Mein Körper schmerzt wieder, mein Herz schmerzt und schlägt unregelmässig, mein Magen rebelliert wieder mal und ich laufe auf die Toilette. Ich liege schweissgebadet vor der Toilettmuschel ... IHR HABT ES WIEDER GESCHAFFT ... Jennifer liegt wieder am Boden. All die Dinge sind wieder da, die Dinge, die ich seit Wochen versuche zu verabeiten, versuche damit umgehen zu können.

Hei Mädchen, fang dich wieder, diese Menschen wollten dir doch helfen, mit ihrem Zuspruch, mit dem Verständnis ... warum kann ich das nicht sehen????
Nein, ich fühle nur mehr Schmerz, meine Verzweiflung ...
Also deine Welt läuft gewaltig verkehrt Jenny ... !!!!

Und heute morgen? … wieder ein neuer Tag … ich kann nicht aufstehen, ich schaffe es nicht, ich habe keine Kraft, arbeitsunfähig, ich liege da in meine Verzweiflung, weine wieder und bin wieder versunken in meinem großen schwarzen Loch ….

Oh mein Gott …. Wann hören diese Schmerzen endlich auf …. Gib mir mein Leben wieder zurück … lass mich endlich dieses Schreckliche nur mehr von der Ferne betrachten … BITTE … lasse es mir endlich egal sein, wenn ich jedes Mal an seiner neuen Wohnung vorbeifahren muss … lasse dieses tiefe schwarze Loch endlich wieder ein bisschen kleiner werden, nicht mehr so tief. Ich weiß, Zeit heilt alle Wunden, aber man gibt mir auch nicht die Chance, diese Zeit nutzen zu können. Denn immer wieder werden die offenen Wunden wieder aufgerissen.

Und doch ….

….. IST WIEDER EIN LANGES WOCHENENDE ÜBERSTANDEN …..


Mittwoch, 02.04.2008, 00:00


… TUT ES SO UNENDLICH WEH ...

obwohl ich weiß, dass er mich in der ärgsten Not alleine gelassen hat

obwohl ich weiß, dass es ihm egal war, wenn ich nun das Haus verliere

obwohl ich weiß, dass es ihm egal war, als er meine Verzweiflung sah

obwohl ich weiß, dass er nur gefordert hat und nichts gegeben hat

obwohl ich weiß, dass er nur genörgelt hat und damit mein Selbstwert am Boden war

obwohl ich weiß, dass wir zusammen nichts mehr unternommen haben

obwohl ich weiß, dass er keine Zeit mehr für mich gehabt hat

obwohl ich weiß, dass ihm meine Hunde immer ein Dorn im Auge waren

obwohl ich weiß, dass er auf meine Hunde eifersüchtig war und zum Teil seinen Frust an den Hunden ausließ

obwohl ich weiß, dass er ein totaler Egoist war

obwohl ich weiß, dass er ein totaler Macho war, alles musste nach seinem Wíllen gehen

obwohl ich weiß, dass er mir zum Abschied noch meine neue Brause zertrümmert hat

obwohl ich weiß, dass ich fast 3 Jahre seinen Worten geglaubt habe

obwohl ich weiß, dass diese Worte einfach nur so herausgesagt wurden, ohne sich Gedanken darüber zu machen

obwohl ich weiß, dass ich anscheinend auf einen falschen Menschen gebaut habe

obwohl ich weiß, dass es so sicher besser ist

obwohl ich das alles weiss ....

WARUM TUT ES DANN SO UNENDLICH WEH ….

UND TROTZDEM TUT ES SO UNENDLICH WEH ….

Ich habe Angst nach Hause zukommen, denn das Haus ist so still.
Ich habe Angst vor dem Donnerstag, denn da habe ich den Termin bei der Schuldnerberatung
Ich habe Angst vor dem Tag, an dem er wieder vor mir steht und seine letzten Dinge abholt.
Ich habe Angst vor dem nächsten Tag, weil ich nicht weiß, was auf mich zukommt.

Aber es vergeht
Sekunde um Sekunde,
Minute um Minute,
Stunde um Stunde,
Tag um Tag,

und vielleicht werde ich es einmal verstehen können. Es wird vielleicht die Zeit kommen, da werde ich an diese Zeit zurückdenken können, ohne, dass sich mein Magen zusammenkrampft, mir übel wird, mein Herz zu rasen anfängt und ich in Schweiss ausbreche.

Dann werde ich vielleicht alles verstehen können ....


Sonntag, 23.03.2008, 19:04
Oh mein Gott, danke Euch allen, die sich da wirklich Gedanken um mich machen!!! Ich hätte das nie für möglich gehalten, dass da nur die kleinste Reaktion kommt. Ich wollte mir nur all meinen Schmerz von meiner Seele schreiben.
Also nun zu Euren Fragen, ich wohne in OÖ in der Nähe von Linz, habe mir dieses Häuschen gekauft, weil ich die Natur und die Tiere über alles liebe. Und für mich ist dieses Häuschen meine Tankstelle, da bin ich in den schweren Stunden hinausgegangen, habe den Vögel zugehört, wenn sie ihre Lieder trällerten, hörte den Wind in den Bäumen rauschen und ich konnte durchatmen. Wenn es ganz schwer war, ging ich zu einem Baum, umarmte ihn und ersuchte ihn um die nötige Kraft, damit ich alles durchstehe. Naja und da waren dann meine Tiere, die dieses Landleben natürlich auch geniessen. Meine Tiere, ach da könnte ich sooo viele Geschichten erzählen, immer wieder sind sie mir beigestanden, haben mich aus meiner Lethargie herausgeholt. Treu sind sie mir immer zur Seite gestanden, ohne wenn und aber, auch wenn ich mal ein schlechten Tag hatte. Kein Vorwurf, im Gegenteil, sie rückten noch näher an mich heran. Ich weiß nicht, wo ich ohne sie wäre. Klingt jetzt vielleicht doof, aber vielleicht könnt Ihr mich verstehen. Natürlich ist da auch noch mein Sohn, mittlerweile 22 Jahre alt, aber den konnte ich doch auch nicht immer mit den ganzen negativen Dingen belasten. Denn auch für ihn waren die vergangenen 7 Jahre nicht einfach, immer diese Angst, auf der Straße zu stehen, kein Vater, der ihm einen seelischen Beistand leistet, eine verzweifelte Mutter, die zwar nicht redet, aber er brauchte mir ja nur in die Augen zu sehen, dann wusste er Bescheid. Und doch, immer wieder, sagte ich mir, du schaffst das alles. Nocheinmal durchstarten, es wird gehen. Aber die Jahre zogen ins Land, ich verlor die körperliche Kraft und natürlich die seelische. Ich wurde immer verzweifelter und ich verkroch mich immer mehr, unfähig, einfach total verzweifelt, weil ich keinen Ausweg mehr sah und sehe. Und dann noch die Trennung, da mich mein Ex mit wenig, aber doch finanziell unterstütze. Nun ist das auch weg und ich kann die hohen Rückzahlungsraten meiner Kredite nicht mehr bezahlen. Schulden, die ich für andere Leute bezahle, weil ich zu doof war, weil ich war, so wie ich bin. Nach dem Motto, alles nur den Anderen rechtmachen. Und anscheinend gibt es keinen Weg heraus, als in den Privatkonkurs zu gehen (genau, den wollte ich eben nicht), nur dann verliere ich wirklich alles. Mein Haus ist weg, weil es unter den Hammer kommt, da es noch nicht fertig renoviert ist, bekomme ich nicht den Betrag, der auf meiner Bank noch offen ist. Also bleibt mir ein Rest und dann muß ich ja noch irgendwo wohnen auch. Also d. h. Miete zahlen, plus die Restzahlung meines Kredites, also wieder unleistbar. Ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg gibt. Ok ich verkaufe das Haus mit Verlust, Schulden bleiben, aber welcher Vermieter nimmt mich denn mit meinen Hunden. Und den Rat, den ich dann bekomme, dass ich nur an mich denken darf, also Hunde weggeben, denn kann ich NICHT befolgen. Damit reisst man mir das Herz vollends heraus. Ich weiss nicht, wieviele Stunden ich schon über eine Lösung nachgedacht habe, Zusatzarbeiten gesucht habe, damit ich noch ein bisschen mehr dazuverdiene, gewisse Arbeiten auch gemacht habe, aber mittlerweile habe ich keine Kraft mehr, habe 48 kg, bin bereits 50 Jahre alt und meine Gedanken kreisen nur mehr den ganzen Tag um dieses eine Thema. Dazu kommt auch noch, dass mein Sohn ein blitzgescheites Kerlchen :-)) ist, er studieren möchte, und ich weiß, dass ich ihn nicht unterstützen kann. Und mit seiner Aussage, Mutti mache dir keine Sorgen, ich schaffe das schon, damit ist es halt nicht abgetan. Ich glaube, da kann mich jede Mutter verstehen. Man macht sich Sorgen und seine Gedanken. Man weiß, dass sich der Kindesvater einen Schmarren um sein Kind sorgt, also auch kein Unterhalt zu erwarten ist (er arbeitet schon seit Jahren nicht mehr), und dann sind sie wieder da, die Gedanken, was kann ICH machen. Und so fängt das Rad wieder von vorne an zu laufen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde. Und da ich eigentlich mal eine starke Frau war, die immer Lösungen gefunden hat, immer gekämpft hat, trifft mich dieser Zustand nun vollends. Wie ein Tiger im Käfig, so laufe ich umher, ein Käfig, in den der Tiger eigentlich nicht hineingewollt hätte. Aber er wurde eingesperrt, ohne Rückscht auf Verluste und nun muß er da drinnen bleiben. Weil sich keine Lösung finden läßt, damit man endlich den Schlüssel findet, um diese verhasste Türe aufzubekommen, um wieder atmen zu können, endlich frei zu sein, und vielleicht auch wieder nur ein bißchen Glück verspüren zu dürfen. Nun kennt Ihr die Geschichte der Jennifer8 ....
Ich möchte Euch allen nochmals aus ganzem Herzen danken, für Eure Worte, für Euren Zuspruch, noch sitze ich da, noch gibt es mich, noch kämpfe ich, obwohl ich nicht weiß, wie das Morgen aussieht! DANKE
Eure Jennifer